Europatag am Berufskolleg Lübbecke

Der 9. Mai ist der offizielle Europatag der Europäischen Union (am 9. Mai 1950 wurde der Grundstein für die heutige Europäische Union gelegt). Zum ersten Mal wurde dieser Tag nun auch am Berufskolleg Lübbecke gefeiert. Rund 400 Schülerinnen und Schüler verschiedener Bildungsgänge setzten sich an diesem Tag mit dem Thema Europa auseinander.

Erster Programmpunkt war eine Europa-Rallye. In Kleingruppen wurden insgesamt fünf Stationen zu den Themen „Europa im Alltag“, „Europäische Geschichte“, „Europäische Kultur“, Europäische Sprachen“ und „Europass“ erkundet. Anschließend beantworteten die Schülerinnen und Schüler Fragen zu den jeweiligen Stationen. Die Siegerteams wurden dabei mit einem BKLK-Pullover sowie Gutscheinen der Schülerfirma prämiert. Das Fazit der Teilnehmer fiel sehr positiv aus: „Ich wusste nicht, wie viele Dinge im täglichen Leben mit der EU zusammenhängen.“, so eine Schülerin des Wirtschaftsgymnasiums.

Höhepunkt des Europatages war anschließend die Podiumsdiskussion zur Frage: „Warum brauchen wir in Zukunft ein starkes Europa?“ Hier diskutierten die heimischen Bundestagsabgeordneten Achim Post (SPD) und Frank Schäffler (FDP) mit dem Geschäftsführer von Fa. Kolbus, Kai Büntemeyer, sowie dem Jugendoffizier der Bundeswehr, Hauptmann Sebastian Linke.

Die lebhafte Diskussion wurde von Lehrer Moritz Ringhoff souverän moderiert. Alle Teilnehmer betonten dabei die Wichtigkeit Europas und der Europäischen Union für unser Zusammenleben. Nur als Europäische Union haben wir in der Weltpolitik eine Stimme, so der einhellige Tenor.

In einer kurzen Diskussionspause berichteten zudem Jan Ehrich und Daniel Tramer, Auszubildende der Gauselmann AG, von ihrem Auslandsaufenthalt im Rahmen der Berufsausbildung. Beide betonten, dass es eine wertvolle Erfahrung gewesen sei, die ihnen während der Ausbildung ermöglicht wurde.

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Fachschule des Berufskollegs führt Marketingprojekt mit dem SV Rödinghausen durch

Seit der Saison 2014/2015 ist der SV Rödinghausen e. V. mit seiner ersten Herren-Fußballmannschaft in der Regionalliga West erfolgreich vertreten. Diese Regionalliga bildet die vierthöchste Spielklasse im deutschen Fußball. Guter Fußball, ein professionelles Umfeld und attraktive Gegner sorgen dafür, dass die Spiele der Elf vom Wiehen von im Schnitt immerhin gut 1.000 Zuschauern angesehen werden. Diese Besucher kommen allerdings, trotz der nur sehr geringen geografischen Entfernung, nur zu einem sehr kleinen Teil aus dem Altkreis Lübbecke. Im Rahmen der Projektarbeit zum Staatlich geprüften Betriebswirt an der Fachschule für Wirtschaft des Berufskollegs Lübbecke hatten nun fünf Studierende die Aufgabe, zu ermitteln, weshalb der Zuschauerzuspruch im genannten Gebiet derart gering ist und entsprechende absatzpolitische Maßnahmen zu erarbeiten, die dies ändern sollen.

Zunächst galt es mittels online und über Nachrichtendienste durchgeführte Umfragen herauszufinden, an welchen Einflussgrößen der SVR arbeiten kann, um ein breiteres Publikum im Mühlenkreis anzusprechen. Zudem fanden zwei Live-Befragungen im Vorfeld von Heimspielen im Häcker-Wiehenstadion statt, in dem die Rödinghausener ihre Heimspiele austragen. Durch diese Interviews sollten die Aspekte aufgedeckt werden, die dem aktuellen Stadionbesucher gut gefallen, um sie gegebenenfalls werbetechnisch im Mühlenkreis einzusetzen. Insgesamt nahmen an der Onlineumfrage 426 Leute teil, die meisten davon wohnhaft in Lübbecke, Preußisch Oldendorf, Hüllhorst, Espelkamp, Rahden oder Stemwede. Im Stadion beantworteten 128 Anhänger des SVR die Fragen der Studenten.

Die Auswertung dieser Umfragen ergab, dass vor allem der kommunikationspolitische Bereich betrachtet werden muss, denn der größte Anteil der Befragten gab als Grund für das geringe Interesse an, keinen Bezug zum Verein zu haben. Weitere Ergebnisse zielten in dieselbe Richtung und deckten zudem ein Imageproblem des Viertligisten im Altkreis Lübbecke auf.
Entsprechend wurden diverse, umfangreiche marketingpolitische Maßnahmen erarbeitet, die das Image auffrischen und den Verein allgemein präsenter machen sollen. Die Vorschläge der Projektgruppe reichen von Werbeanzeigen auf einer LED-Wand an der Bundesstraße 65, über Kinowerbung im Rahdener Dersa-Kino, bis hin zu der Möglichkeit, Kindergeburtstage im Häcker-Wiehenstadion zu feiern.

Die Projektarbeit ist als komplexe, betriebsnahe Aufgabenstellung von allen Fachschülern im Team zu bearbeiten, wird in Kooperation mit einem heimischen Unternehmen durchgeführt und ist im Lehrplan als fester Bestandteil integriert.

Im Mai fand im Rahmen der ersten Abschlusspräsentation der Projektgruppen in der VIP-Lounge der Rödinghausener Heimspielstätte auch die Übergabe des Abschlussberichtes an den Vertreter des SV Rödinghausen statt. Herr Müller zeigte sich sehr zufrieden über die erhaltenen Informationen aus den Befragungen, sowie über die kreativen Marketing-Maßnahmen, die ihm vorgeschlagen wurden. In den kommenden Wochen werde er nun diese zusammen mit weiteren Mitarbeitern aus dem Marketing besprechen und die Umsetzung zur Saison 2018/2019 vorantreiben. Das Projektteam um den Projektleiter Nico Schröder bedankte sich beim SV Rödinghausen e. V. für den erteilten Projektauftrag und die erfolgreiche Kooperation der vergangenen Monate. Dabei erwähnten Sie auch, dass sich im Rahmen der Projektarbeit das eigene Interesse an den Kickern vom Wiehen gesteigert hat und man durchaus gewillt ist, auch künftig das eine oder andere Heimspiel im Stadion anzuschauen.

 

Bild: Projektgruppe der Fachschule Wirtschaft mit Vertretern des SV Rödinghausen, der betreuenden Lehrkraft, Herrn Ringhoff und dem Leiter der Fachschule, Herrn Raupach

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Kooperationsvertrag mit der Hamburger Fern-Hochschule erneuert


Am 7. Mai unterzeichnete Herr Becker, Schulleiter des Berufskollegs Lübbecke, einen neuen Kooperationsvertrag mit der Hamburger Fern-Hochschule (HFH), vertreten durch Herrn Steinmann, die ein Studienzentrum in Herford betreibt. Durch diese Kooperation wird es den Absolventen der Fachschule für Wirtschaft am Berufskolleg Lübbecke ermöglicht, eine Anschluss- und Weiterqualifizierung zum Bachelor of Arts (B. A.) durchzuführen. Hierbei werden adäquate Studienleistungen der Fachschule auf das Studium an der Hamburger Fern-Hochschule mit bis zu 66 Kreditpoints angerechnet und so doppeltes Lernen und doppelte Prüfungen vermieden.

Die Fachschule für Wirtschaft am Berufskolleg Lübbecke dient der beruflichen Weiterbildung und wird berufsbegleitend durchgeführt, sie setzt eine berufliche Erstausbildung und Berufserfahrung voraus.

Die Ausbildung soll die Absolventen befähigen, Führungsaufgaben in Betrieben, Unternehmen, Verwaltungen und anderen Einrichtungen zu übernehmen. Sie bereitet auf die unternehmerische Selbstständigkeit vor. Am Berufskolleg Lübbecke werden die Schwerpunkte Absatzwirtschaft, Wirtschaftsinformatik und Logistik angeboten. Interessenten können sich noch kurzfristig bis zu den Sommerferien für das neue Semester ab August 2018 anmelden. Nähere Informationen auf der Homepage unter Bildungsangebot und Weiterbildung zur Verfügung gestellt.

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Angehende Tischler fertigen ihr „kleines Gesellenstück“

Auszubildende Tischler im zweiten Ausbildungsjahr der Tischlerinnung Lübbecke fertigten am Berufskolleg Lübbecke ein „kleines Gesellenstück“ unter dem Motto „Zukunft braucht Herkunft“ in Projektform an. Innerhalb dieses Projektes planten und produzierten die Schüler unterschiedliche, spannende kleine Möbelstücke, die sich in der Dimension an einem Nachtschrank orientieren.

Das Projekt bildete den Abschluss der Themen Möbelbau und Oberflächentechnik, die durch die Auszubildenden so handlungsorientiert umgesetzt und vertieft werden konnten. Neben der Vertiefung diente das Projekt auch als Vorlauf für die im kommenden Jahr anstehende Gesellenprüfung, bei der das Gesellenstück einen entscheidenden Anteil hat. „Gleichzeitig fanden wir die Möglich gut, unsere eigenen Ideen und Pläne umzusetzen und ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die abschließende Gesellenprüfung ablaufen wird,“ meinte Jonas Bitter.

Der Verlauf des Projekts „kleines Gesellenstück“ lehnte sich daher auch direkt an die Abläufe des Gesellenstückbaues während der Abschlussprüfung an. Die Schüler hatten zunächst Entwürfe vorzulegen, die im Plenum diskutiert wurden. Dabei zeigte sich, dass diese durchaus anspruchsvoll und kreativ konzipiert waren. Im Anschluss mussten die Fertigungsunterlagen, bestehend aus Konstruktionszeichnung, Materialliste und Arbeitsablaufplan, erstellt werden, um danach in die Fertigung zu gehen.

Die Materialien wurden freundlicherweise durch die Ausbildungsbetriebe zur Verfügung gestellt und auch der Zuschnitt und die Vorbereitung fanden in den Ausbildungsbetrieben statt. Der abschließende Bau der Stücke wurde dann gemeinsam in der Holzwerkstatt der Schule durchgeführt.

Den gebührenden Abschluss fand das Projekt mit der Ausstellung der Stücke in der Cafeteria des Berufskollegs Lübbecke, wo die Schüler ihre Stücke einer breiten Öffentlichkeit präsentieren konnten.

Text: Luca Brinkmann und Niklas Kleinert

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Verleihung der Meisterbriefe in der Hauswirtschaft

31 Meisterinnen der Hauswirtschaft haben in diesem Jahr ihre Prüfung vor der Landwirtschaftskammer NRW erfolgreich abgelegt. Nach drei Jahren berufsbegleitendem Schulbesuch mit großem Lernpensum, vielen Ausarbeitungen und Ausbildungseinheiten sowie einem sechsmonatigen Arbeitsprojekt hatten sie es geschafft: In feierlichem Rahmen wurden nun im Käthe-Kollwitz-Berufskolleg in Hagen die Meisterbriefe durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen überreicht.

Vom Berufskolleg Lübbecke war Sabine Beier mit dabei. Hier hat sie die Fachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement besucht. Nun hat sie nicht nur erfolgreich ihre Meisterprüfung abgelegt, sondern als Jahrgangsbeste abgeschlossen.

Fast 100 Gäste folgten der Einladung zu dieser Veranstaltung. Die Feierstunde wird von der Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft in Nordrhein Westfalen e.V. (laghw-NRW) in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen organisiert und an einer Fachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement in NRW durchgeführt.

Frau Susanne Saerbeck, Referentin für die Berufsbildung in der Hauswirtschaft bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein Westfalen, sprach das Grußwort. Sie stellte den steigenden Bedarf der hauswirtschaftlichen Fachkräfte dar und den damit wachsenden Stellenmarkt für hauswirtschaftliche Fach- und Führungskräfte heraus. Sie appellierte an die neuen Meisterinnen, zukünftig selber Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter auszubilden sowie ihre erworbenen Kompetenzen in die Prüfungsausschuss-Arbeit mit einzubringen. Auch das „Netzwerken“ sei sehr wichtig und sie empfahl daher, einem der Berufsverbände in der Hauswirtschaft beizutreten.

Frau Ursula Neugebauer, die Vizepräsidentin des Berufsverbandes Hauswirtschaft, nahm den roten Faden von Frau Saerbeck auf. Sie betonte, wie wichtig es sei, dass die hauswirtschaftlichen Fachkräfte sich vernetzten und sich in Verbänden organisierten. In der Politik und in der Wirtschaft werde die Hauswirtschaft zunehmend wahrgenommen und ihre Leistungen auch eingefordert. Jetzt liege es an den hauswirtschaftlichen Fachkräften, die von der Politik im Koalitionsvertrag eingeforderten hauswirtschaftlichen Dienstleistungen qualifiziert zu erbringen. Nach der feierlichen Übergabe der Meisterbriefe wurde Sabine Beier für ihre herausragende Leistung besonders ausgezeichnet. Bei einem Gläschen Sekt und einem Flying-Buffet konnten anschließend Meisterinnen und Gäste den Erfolg feiern.

 


Die beste Meisterin der Hauswirtschaft 2018: Sabine Beier mit Angela Lücke (Berufskolleg Lübbecke – Bildungsgangleiterin)

Meisterinnen der Hauswirtschaft vom Berufskolleg Lübbecke und Gratulanten: (v. l.) Susanne Saerbeck (Landwirtschaftskammer NRW), Annette Lickvers, Sabine Beier, Janine Brüne, Natalie Schellenberg, Melanie Staas, Stephanie Göhlich, Gaby Grote, Marlen Lindner, Angela Lücke (Berufskolleg Lübbecke), Inna Tenner

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