Der Weg zum Traumjob – Bewerbungstraining von Profis für Schüler*innen

Wer auf der Suche nach seinem Traumjob ist, kommt an einer professionellen Bewerbung, erfolgreichen Einstellungstests, kreativen Assessment-Centern und individuellen Vorstellungsgesprächen nicht vorbei. Sich erfolgreich zu bewerben ist heutzutage mit steigendem Anforderungsprofil und unter den harten Wettbewerbsbedingungen nicht leichter geworden. Jedes Unternehmen setzt dabei auf andere Akzente.Damit die Schüler*innen der Höheren Handelsschule sowie des Wirtschaftsgymnasiums hier punkten können, wurde in der vergangenen Woche bereits zum siebten Mal ein bereits erfolgreich etabliertes und umfassendes Bewerbungstraining in Kooperation mit Vertretern aus der Wirtschaft und Verwaltung durchgeführt.

Organisatorisch durchliefen die ca. 130 Schüler*innen an drei Schultagen klassenweise verschiedene Stationen. Die aufeinander abgestimmten Module waren so aufgebaut, dass Fachleute aus der Wirtschaft die unterschiedlichen Schwerpunkte besetzten. Das klassische Vorstellungsgespräch simulierte Markus Meier (ZF, Lemförde). Dabei konnten Freiwillige in die Rolle eines Bewerbers schlüpfen und sich den Fragen des Personalleiters in einem fiktiven Vorstellungsgespräch stellen. Zusätzlich gab es hilfreiche Tipps, wie man einen positiven Eindruck hinterlassen kann.

Dirk Wankelmann (Volksbank Lübbecker Land) ging in seinem Modul auf die Gestaltung der Bewerbungsunterlagen ein. Hier konnten Fragen zum individuellen Anschreiben, einem modernen Lebenslauf und einem möglichen Deckblatt geklärt werden. Auch auf eventuelle No-Gos sowie die Anforderungen an ein ansprechendes Foto für die Bewerbung wurde von Herrn Wankelmann eingegangen.

Beim Modul Einstellungstests, das von den Fachlehrern des Berufskollegs Lübbecke durchgeführt wurde, konnten die Schüler*innen selbst Teile aus Einstellungstests durchlaufen. Zusätzlich gab es Hinweise auf die richtige Herangehensweise sowie eventuelle Fallen bei den Tests.

Viel Spaß hatten die Klassen ebenfalls beim von Frau Lange (Gauselmann, Espelkamp) durchgeführten Modul Assessment-Center. So wurde Teamgeist und auch Einsatzbereitschaft anhand verschiedener kreativer Aufgaben geprüft.
Abrundend haben die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der Lehrkräfte des Berufskollegs Lübbecke eine eigene individuelle Bewerbungsmappe auf Basis der neu gewonnenen Erkenntnisse erstellt, so dass es jeder Schülerin und jedem Schüler möglich ist, sich in naher Zukunft auf den Traumberuf zu bewerben.Hilfestellung beim Finden des Traumjobs leisten die Mitarbeiter der Berufsberatung der Agentur für Arbeit, die in den kommenden Wochen die einzelnen Schülerinnen und Schüler individuell in den Räumen des Berufskollegs Lübbecke beratend begleiten.

Das dreitägige Projekt wurde von den Schüler*innen  sehr hilfreich und interessant bewertet. „Ich habe mir den Tag trockener vorgestellt, aber wir Schüler wurden sehr gut mit eingebunden“, meint Jenny E. Dem stimmt Marcel H. zu: „Das Bewerbungstraining war sehr informativ. Ich habe jetzt eine bessere Vorstellung davon, was von den Unternehmen gefordert wird und wie man sich zu bewerben hat.“
Alle Beteiligten waren sich einig, dass den Schüler*innen durch das Projekt und insbesondere durch die Vermittlung der Fachleute aus Wirtschaft und Verwaltung verdeutlicht wurde, wie wichtig eine gute und sorgfältige Vorbereitung auf die Bewerbung, wenig Fehlstunden und auch gute Noten für eine erfolgreiche Bewerbung sind.

Das Berufskolleg Lübbecke bedankt sich herzlich bei den Vertretern der Wirtschaft und Verwaltung für ihre intensive Unterstützung.

Text: Andrea Gürtler


 

Drucken

Blutspende am Berufskolleg Lübbecke

101 Schüler*innen des Berufskollegs Lübbecke haben sich in der vergangenen Woche getraut und sind dem Aufruf zur Blutspende des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Oberstufen der Höheren Berufsfachschule Gesundheit und Soziales (HBG) nachgekommen. Unter ihnen waren 87 Erstspender*innen

Der Tag war für alle Beteiligten ein voller Erfolg. Das lag nicht zuletzt an der guten Vorbereitung und Durchführung durch die Oberstufen der Höheren Berufsfachschulklassen. Durch die Integration des Projektes in den Gesundheitsunterricht konnten die SchülerInnen das Projekt zu einem Großteil eigenständig planen und gestalten. Während der gesamten Projektzeit haben sich die Schüler*innen auf vielfältige Weise mit der Thematik der Blutspende sowie des Marketings und der Projektorganisation auseinandergesetzt. So gestalteten sie im Vorfeld ihre eigene Werbung und informierten die Schülerinnen und Schüler aus vielen anderen Klassen – mit der Bitte, sich an der Blutspende zu beteiligen.

Die Bereitschaft der Schüler*innen aus der Oberstufe spiegelte sich auch am Projekttag selbst wider. Durch den gesundheitlichen Schwerpunkt in ihrem Fachabitur hatte das Projekt einen großen beruflichen Bezug und bot zugleich eine Abwechslung zur baldigen Prüfungsvorbereitung. „Für uns als Schülerinnen und Schüler der HBG18 ist es ein schönes Erlebnis zu sehen, was wir in den letzten Wochen auf die Beine gestellt haben. Für unseren baldigen Einstieg ins Berufsleben ist dies eine bereichernde Erfahrung“, so Louisa Bollhorst aus der HBG18B. Die Tatsache, dass durch eine Spende Leben gerettet werden können, sei ein unbezahlbares Gefühl.

Doch nicht nur die Schüler*innen der HBG Oberstufe waren bei der Blutspendeaktion eingebunden. Die Oberstufe der Hauswirtschaft (HW18) hatte ein reichhaltiges Speiseangebot zubereitet, das sowohl die Helfer vom DRK als auch die Spenderinnen und Spender begeisterte. Die Schüler*innen, die im Sommer ihre Ausbildung beenden, thematisierten das Projekt im Unterricht und wählten gezielt Speisen für die Bedürfnisse der Spender*innen. Vom „Rote Beete – Beeren Smoothie“ über eine Kartoffelsuppe bis hin zur Pizzaschnecke war für jeden Geschmack etwas dabei.

Schulleiter Stefan Becker freute sich sehr über die äußerst gelungene Realisierung dieses Projektes in Kooperation mit dem DRK. In diesem Projekt wurden Unterrichtsinhalte mit der Praxis aus dem Gesundheitsbereich sinnvoll verknüpft – eine ideale Situation, um projektorientierten Unterricht umzusetzen. Darüber hinaus hob er hervor, dass neben den Lehrkräften der Gesundheitsabteilung auch zwei Referendarinnen in ihrer Ausbildung sehr engagiert beteiligt waren und sie so wichtige Erfahrungen für ihren zukünftigen Lehrerberuf gewinnen konnten.

Die Rückmeldungen der Spender und des Deutschen Roten Kreuzes waren entsprechend positiv. So auch die von Herrn Kottman des Deutschen Roten Kreuzes. Er freute sich sehr, dass am Berufskolleg Lübbecke eine Blutspende stattfinden konnte, denn „neue Regularien machen es zunehmend schwerer Blutspender zu finden. Dabei brechen viele regelmäßige Spender aufgrund des Alters weg.“ Es würden fünf neue Spender benötigt, um einen ausscheidenden regelmäßigen Spender zu ersetzen, so Kottmann weiter. Daher möchte das Deutsche Rote Kreuz die Spender dort abholen, wo sie sind: an den Schulen in einer gewohnten Umgebung. Das Konzept ging an diesem Tag voll auf. Jannis Kruse war z. B. einer der dringend benötigten Erstspender. Ihm sei durch die Aktion in der Schule erst die Bedeutung der Spende Bewusst geworden. Er spendete, um „anderen zu helfen, denn jeder könnte einmal im Leben Blut benötigen.“

Auch für das leibliche Wohl der Spender*innen war gesorgt!

Selbst in der Warteschlange herrschte gute Laune.

Drucken

Enjoy Difference, Start Tolerance - Kulturprojekt zum vierten Mal

„Kunst und Kultur sind nicht die sympathische Nische der Gesellschaft, sondern das Eigentliche, das sie zusammenhält.“ Dieser Ausspruch von Norbert Lammert beschreibt das Wesen von Kunst und Kultur sehr präzise. Darüber hinaus sind Kunst und Kultur nie eindimensional. Sie sind reichhaltig und voller Unterschiede. Diese Tatsache haben die Teilnehmer am Projekt „Kulturelle Vielfalt – Vielfalt der Kulturen“ inzwischen zum vierten Mal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Am 26. Januar 2018 kamen Schülerinnen und Schüler aus dem 6. Jahrgang der Birger-Forell-Sekundarschule mit Studierenden des Berufskollegs Lübbecke zusammen und zeigten in einer mitreißenden Werkschau die Ergebnisse einer arbeitsreichen und intensiven Woche. Wieder dabei waren die Theaterpädagogik des Stadttheaters Minden unter Viola Schneider, die Rapschool NRW mit Daniel Schneider und die Peter-Gläsel-Stiftung – Bereich Community Dance mit Andreas Wegwerth.

Die Idee hinter dem Projekt ist, dass die Sekundarschüler zusammen mit den angehenden Erzieherinnen und Erziehern des Berufskollegs Selbstwirksamkeit und gemeinschaftliches Handeln erleben. Dabei lernen sie, sich zu respektieren, einen anderen Blickwinkel einzunehmen und mit Konflikten produktiv umzugehen. Dies haben alle Teilnehmer in den drei Kategorien Rap, Theater und Tanz eindrucksvoll demonstriert. Das zentrale Thema „Vielfalt“ zog sich dabei durch sämtliche Darbietungen.

Mit einem Rap über Fußball zog die erste Gruppe die Zuschauer in ihren Bann und brachte sie in Stimmung. Mit Fußball als Freiraum verwirkliche man seinen persönlichen Traum und gewinne als Team mit einem großartigen Tor, so die Botschaft dieses ersten Songs. Die Rapper unterstützte Holger Jobusch, der vor zwei Jahren als Praktikant an der Birger-Forell-Sekundarschule tätig war.

Der zweite Höhepunkt der Schau war die Darbietung der Theatergruppe. Sie brachte Szenen aus der Welt der Jugendlichen auf die Bühne mit typischen Themen wie Handygebrauch, Schulstress und Konflikte. Dabei brachen die Schauspieler eine Lanze für Toleranz, indem sie einräumten, dass Vielfalt zwar Konflikte bringe, aber es wichtig sei, damit umzugehen. Wer Vorurteile gegenüber anderen habe, sei einfältig, doch das Gegenteil von Einfalt sei Vielfalt. Da half es auch nichts, dass sich zwei „Geheimagenten“ zu den Klängen des James-Bond-Themas auf die Suche nach der Vielfalt machten, sie in Form eines Zettels in einem Geheimfach fanden und zerrissen. Denn jeder ist, wie er ist. Mit der Aussage „Enjoy difference, start tolerance“ warben die Darsteller für mehr Respekt untereinander. Eine klare Botschaft für einen friedvollen Umgang mit seinen Mitmenschen.

Der nun folgende Rap „Das Herz so klein …“ berührte emotional und mutete fast wie ein Ruf nach Verständnis an. Er unterstrich noch einmal musikalisch, was Jugend in der heutigen Zeit mit all ihren Schwierigkeiten bedeutet. Auch hier war die Botschaft, dass es hilft, über sich und sein Verhalten nachzudenken und dadurch zu mehr Respekt und Verständnis zu kommen.

Im nächsten Teil zeigten die Tänzer, was sie erarbeitet hatten. Völlig selbstgesteuert entwickelten sie eine wunderbare Choreografie und boten überraschende, fließend ineinander übergehende und sich immer neu entwickelnde Figuren. Unerwartet tauschten sie während der Darbietung ihre anfangs schwarz-weiße Kleidung in bunte aus. Ein deutlicher Hinweis auf das inzwischen in Espelkamp etablierte „Bunt statt schwarz-weiß“, das sich ebenfalls Vielfalt und Toleranz auf seine Fahnen geschrieben hat.

Zum Abschluss traten noch einmal die Rapper auf mit einem Rap, der für sich selbst sprach: „Es ist jeden Tag dasselbe, tagein, tagaus. Dein ganzes Leben dreht sich wie im Kreislauf. Doch genau das ist der Sinn; denn der Sinn liegt darin, dass ich bin, wie ich bin.“ Deutlicher kann man Vielfalt nicht auf den Punkt bringen. Jeder ist, wie er ist. Jeder ist einzigartig, jeder ist anders.

Alle drei Gruppen verdienen für ihre Präsentationen allerhöchste Anerkennung und ein großes Lob für ihr Engagement während dieser Woche. Alle Teilnehmer haben gemeinsam und eigenständig tolle Ideen entwickelt. Dass die Zusammenarbeit zwischen Sekundarschule und Berufskolleg inzwischen wie selbstverständlich läuft, war deutlich zu spüren. Eine Fortsetzung des Projekts ist für den März als Auftakt zu „Bunt statt schwarz-weiß“ geplant.

Die beiden Schulleiter Stefan Becker und Ursula Beinlich würdigten die Leistungen aller Beteiligten mit einem großen Dankeschön. In besonderem Maße ging das an Claudia Schröder von der Sekundarschule, an Karin Detert vom Berufskolleg, und an Viola Schneider vom Stadttheater Minden, Daniel Schneider von der Rapschool und Andreas Wegwerth von Community Dance. Dank auch an die Anna-Sophie-Stegkemper-Stiftung und die Marktkauf GmbH für ihre Unterstützung. Die Organisatoren freuten sich auch über den Besuch von Gisela Wibbing, die über die Arbeitsstelle "Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW" das Projekt unterstützt und über das Ergebnis des Projekts sehr begeistert war. To be continued.

Text: Nico Hass Fotos: Anja Otte

 

 

 

 

Drucken

Oberstufe des Wirtschaftsgymnasiums WG18 zu Besuch bei VW in Wolfsburg

Am Montag, den 22. Januar 2018 besuchten die Klassen WG18A und WG18B das Werk des Autoherstellers Volkswagen in Wolfsburg. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von den Klassenlehrerinnen Frau Lück-Malatray und Frau Hingeberg-Pedersen.

Nach der Ankunft in Wolfsburg konnten sich alle zuerst in dem VW-Shop auf dem Betriebsgelände umsehen. Anschließend kam ein Mitarbeiter des Besucherdienstes von VW, der kurz das Werk in Wolfsburg vorstellte und einen ca. 20 minütigen Film über die Marke VW und die Produktion der Autos zeigte.

Heute ist in Wolfsburg der Marken- und Konzernsitz von VW. Dieses Jahr feiert VW am Standort Wolfsburg das 80-jährige Jubiläum. In Wolfsburg werden die Automodelle Golf, der Golf Sportsvan, Touran und Tiguan produziert. Alle Modelle werden zum Teil aus den gleichen Komponenten hergestellt. Die überdachte Fläche der Firmengebäude  entspricht etwa der Größe des Fürstentums Monaco. Auf dem Gelände gibt es eigene Buslinien und ca. 7.000 Fahrräder, um schneller andere Orte zu erreichen. Am Standort Wolfsburg sind ca. 73.000 Mitarbeiter, davon 2.000 Auszubildende, beschäftigt. VW bietet in verschiedenen Bereichen Ausbildungen an. Diese Auszubildenden werden alle übernommen und deshalb gibt es viele Bewerbungen.

Danach ging es mit Cabrios, an denen Anhänger mit Sitzplätzen für die Besucher waren, auf eine ca. 7 km lange Fahrt durch die Produktion. „Man kann sich sehr gut auf die Informationen des Besucherdienstes konzentrieren, weil wir gefahren werden“ sagte Jascha aus der WG18A. „Es ist unglaublich, wie viel Verkehr in dieser Produktion herrscht! Gibt es viele Unfälle mit den neuen Autos, die transportiert werden?“ erkundigte sich Ilka aus der WG18A.
Hier konnte der Besucherdienst beruhigen. Es kommt wohl teilweise zu Problemen, aber die beschädigten Teile können schnell ausgetauscht werden. Ernsthafte Unfälle gab es bis jetzt nicht. Die Produktion ist zu einem großen Teil automatisiert. Menschen werden oft durch Maschinen bzw. Roboter ersetzt und übernehmen zum Beispiel das Zusammensetzen oder das Lackieren der einzelnen Teile und weitere anfallende Arbeiten. Die Arbeiter greifen meistens nur noch ein, wenn es Störungen oder Fehlermeldungen gibt und kontrollieren alle Produktionsabläufe. Besonders für diesen Automatisierungsgrad in der Produktion interessierten sich die Klassen. In bestimmten Abteilungen gibt es einen Automatisierungsgrad von 80 % (Schweißroboter) während in anderen Bereichen nur ein Automatisierungsgrad von 15 % vorliegt (Kabelmontage im Pkw).

Der Besucherdienst wies auch darauf hin, dass in den nächsten Jahren als Geschäftssprache nur noch Englisch zugelassen wird und sich deshalb der Vorstand von VW stark umstellen muss.

Am Tag werden 3.500 Fahrzeuge produziert. Somit entsteht alle 18 Sekunden ein neues Fahrzeug. Die Produktion einer Karosserie dauert ca. vier Stunden. VW stellt täglich etwa 80 Elektro-Fahrzeuge her. Absatzmärkte für diese Fahrzeuge liegen in erster Linie in China, Norwegen und Amerika, aber nicht Deutschland. E-Fahrzeuge und die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren werden getrennt voneinander hergestellt. Der Mitarbeiter des Besucherdienstes erklärte uns, dass die Zukunft allerdings im Wasserstoff-Antrieb liege. Ungefähr die Hälfte aller Fahrzeuge wird in das Ausland exportiert und bleibt nicht in Deutschland.

Da Volkswagen mit Just-in-time und Just-in-sequence arbeitet, gibt es kein Lager. Dadurch hat das Unternehmen den Vorteil, dass es keine Lagerkosten hat. Am Tag kommen somit etwa 1.200 Lkw zu festgelegten Zeitpunkten an (Just-in-time). Die Teile werden dann abgeladen und zu den richtigen Zeitpunkten zu den richtigen Maschinen geliefert (Just-in-sequence).

Daniel aus der WG18B erkundigte sich auch nach den Folgen der Dieselkrise für VW in Wolfsburg, aber trotz allem sind alle Arbeitsplätze bei VW bis 2025 gesichert. Jeder Mitarbeiter hat in der Regel eine 35-Stunden Woche. Auch kulinarisch kam jeder auf seine Kosten. Nach der Führung durch die Produktion durften beide Klassen in der Kantine die originale VW-Currywurst aus der hauseigenen Metzgerei mit Pommes testen.

Die Resonanz der Schülerinnen und Schüler nach dem Ausflug war sehr positiv. Luisa aus der WG18A meint: „Es ist sehr interessant zu sehen, wie ein so großes Unternehmen es logistisch schafft, alles minutengenau zu organisieren und die Roboter und Maschinen punktgenau arbeiten.“ Auch Arne aus der WG18B sagt: „Mich hat es verwundert, dass VW in so vielen Bereichen arbeitet, damit so viele Ausbildungsmöglichkeiten und trotz der Automatisierung so viele Mitarbeiter hat.“

Ilka Hußmann, Frederike Metzen (WG18A)

Drucken

Zeugnisübergabe an die Absolventen der Metalltechnik

Nach einer dreieinhalbjährigen Ausbildung wurden in der vergangenen Woche am Mittwoch 63 ehemaligen Auszubildenden der Metalltechnik während einer feierlichen Verabschiedung am Berufskolleg Lübbecke am Schulort in Espelkamp die Abschlusszeugnisse überreicht.

Insgesamt erreichten 15 Industriemechaniker, 27 Zerspanungsmechaniker, 8 Werkzeugmechaniker und 12 Feinwerkmechaniker den Berufsschulabschluss. In dem zweijährigen Ausbildungsberuf des Maschinen- und Anlagenführers wurde ein erfolgreicher Absolvent verabschiedet.

In seiner sehr persönlich gehaltenen Rede berichtete der stellvertretende Schulleiter Steffen Walter von seinen Erfahrungen im Zusammenhang mit den Anstrengungen zum Erwerb der Facharbeiterqualifikation aus der Perspektive eines Vaters. Denn sein Sohn hatte sich ebenfalls in den letzten Wochen den Prüfungen zum Industriemechaniker an einem anderen Berufskolleg erfolgreich gestellt.

Für ihre hervorragenden schulischen Leistungen wurden der Industriemechaniker David Kittel, der Werkzeugmechaniker Marcel Niedringhaus und der Zerspanungsmechaniker Benidikt Schwarz mit einem Präsent geehrt. Dabei wurden die Leistungen von Bendikt Schwarz mit einer Durchschnittsnote von 1,1 besonders hervorgehoben.

Während ihrer Ausbildungszeit am Schulort in Espelkamp konnten die Auszubildenden miterleben, wie das Gebäude und die Ausstattung konsequent modernisiert wurden. Aktuelle Technik in Form von interaktiven Tafeln und neuen Maschinen prägen zurzeit die schulische Ausbildung. In einer letzten von insgesamt drei Bauphasen wird Mitte des Jahres das Eingangsgebäude und das Außengelände einer barrierefreien Neugestaltung und Modernisierung unterzogen. Damit stellt der Kreis Minden-Lübbecke als Schulträger den Pädagogen sowie den Schülerinnen und Schülern ein attraktives Arbeitsumfeld zur beruflichen Bildung zur Verfügung. Von den insgesamt circa 3600 Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs Lübbecke werden aktuell etwas mehr als 750 in Espelkamp beschult.

Der Bereichsleiter der Metalltechnik, Rolf Nentwich, gratulierte in seiner Abschiedsrede den erfolgreichen Absolventen und hob die außergewöhnlich guten Beschäftigungsperspektiven in der Metallbranche hervor. Er ermutigte die ehemaligen Auszubildenden in einem Weiterbildungslehrgang weitere Qualifikationen zu erwerben.

Die Berufsschullehrer hatten für Getränke und einen Imbiss gesorgt und so konnten die ehemaligen Berufsschüler in lockerer Runde bis zum Ende der Veranstaltung mit ihren Lehrern die eine oder andere Anekdote austauschen.

Foto (v.l.): Benedikt Schwarz, Steffen Walter, Marcel Niedringhaus, Rolf Nentwich, David Kittel

Drucken